• Laufschuhfreak

WHOOP Strap 3.0

Seit nun fast 2 Wochen habe ich das WHOOP 3.0 Armband im Einsatz, um Belastungen, Regeneration und Schlaf genauer zu betrachten. Ich möchte nachfolgend einen ersten Erfahrungsbericht geben, um ein abschließendes Urteil abgeben zu können werde ich aber noch einige Wochen Daten sammeln.


Ich möchte anfangs kurz etwas zu meiner Ausgangslage und Motivation berichten.

Als "normale" Uhr nutze ich im Alltag die Apple Watch 6. Zum Laufen kommt dann eine Garmin Fenix 6 pro Solar zum Einsatz. Schritte, Stehstunden, Kalorienverbrauch usw. werden also durchgehend erfasst. Auch die Belastung bzw. Intensität der einzelnen sportlichen Aktivitäten wird eingestuft und kann ausgewertet werden.


Für mich interessant am WHOOP Band ist die direkte Verknüpfung der Bereiche "Belastung" (Strain), "Erholung" (Recovery) mit der "Schlafdauer und -qualität". Letztere wurde von mir seither noch nicht erfasst, da die Apple Watch nachts immer geladen wird und so keine Schlafdaten aufzeichnen kann.


Ich gebe zu, dass man schon ein gesteigertes Interesse an "Datenanalyse" haben muss um nun auch noch zusätzlich 24 Stunden am Tag ein Armband inkl. Sensor zu tragen.

Dies insbesondere auch, weil die Investition doch relativ hoch ist.


Die monatlich anfallenden Kosten belaufen sich je nach Bindungs-/Vertragsdauer auf zwischen 25,- EUR (bei 6 Monaten Laufzeit mit monatlicher Zahlung) und 16,- EUR (bei 18 Monaten Laufzeit und einmaliger Zahlung zu Beginn der Laufzeit). Als weitere Option steht noch eine Jahresmitgliedschaft für 21,- EUR pro Monat zur Auswahl, bei der jedoch auch die Kosten bereits zum Beginn für den gesamten Zeitraum zu bezahlen sind.


Um also in den "Genuss" des günstigsten Preises zu kommen, muss man inklusive Versand und Steuer dann schon mit rund 350,- EUR für 18 Monate in Vorleistung gehen, wobei es dann wenigstens noch einen Rabatt von 25,- EUR und natürlich das Armband inklusive gab.

Ob sich diese Investitionen lohnen bzw. in Kauf genommen werden muss letztendlich jeder für sich entscheiden.


Bestellprozess und Versand liefen unproblematisch ab und nach wenigen Tagen war das WHOOP Band dann eingetroffen und Dank guter Vorladung sofort einsatzbereit.


Im Lieferumfang enthalten sind das Armband selbst und ein BatteryPack mit Kabel (ohne Netzstecker). Das Armband kann damit ohne abgenommen werden zu müssen am Arm geladen werden indem man das BatteryPack einfach daraufschiebt. Es ist nur darauf zu achten, dass dann kein Wasserkontakt erfolgen darf. Ansonsten kann mit dem Band geduscht, gebadet und geschwommen werden.


Das WHOOP Band soll wie unten abgebildet am Handgelenk getragen werden und soll dabei so straff angelegt werden das man nicht einfach mit einem Finger darunter hindurch fahren kann. Wie bei allen Trackern ist also der direkte Kontakt zur Hautoberfläche erforderlich. Das Trageverhalten kann ich als sehr gut bewerten. Schon nach ca. einem Tag merkt man das Band nicht mehr, obwohl die Sensoreinheit schon etwas nach oben aufbaut.


Die Koppelung mit der dazugehörigen iOS App war unproblematisch und auch die Einrichtung des Accounts/Benutzerprofils ging sehr schnell.


Das WHOOP Band startet dann sofort mit der Datenaufzeichnung und benötigt 4 Tage bzw. 4 Nächte um individuelle Vergleichswerte zu ermitteln. Vorher werden die ermittelten Daten mit den generellen Daten aller Nutzer verglichen. Auch für die wöchentlichen und monatlichen Auswertungen müssen erst 14 bzw. 28 Tage Daten erfasst werden um diese freizuschalten. Die Aufzeichnung der Körperwerte und des Schlafverhaltens starten aber natürlich ab dem ersten Moment.


Wie oben bereits erwähnt ist die App grundsätzlich in 4 Bereiche gegliedert.


1) den "Overview" Bereich

2) den "Strain" also Belastungsbereich

3) den "Recovery" Bereich und

4) den "SLEEP" Bereich.



Für alle 4 Bereiche gibt es dann jeweils eine Ansicht für den Tag und eine Wochenübersicht.

(in dem Slider oben sind die jeweiligen Tagesansichten einmal dargestellt)


Die "Belastung (Strain)" wird anhand der automatisch oder selbst eingestellten Aktivitäten und einem gewissen Grundaufwand ermittelt. Hier werden die Faktoren der maximalen Herz-frequenz, der durchschnittlichen Herzfrequenz und natürlich der Belatungsdauer heran-gezogen um die verbrauchten Kalorien und eine Belastungsintensität auf einer Skala von

0 bis 21 darzustellen.


Für den "Recovery" Wert ist die HRV also die Herzfrequenzvariabilität, die Ruheherz-frequenz, der Schlaf und die Atemfrequenz maßgebend. Die HRV wird hier jeweils in den letzten Minuten der letzten Tiefschlafphase ermittelt und dieser Wert jeweils mit dem Vortag verglichen. So soll jeweils ein möglichst vergleichbarer Wert erzielt werden. Über die große Aussagekraft der HRV für den Gesamtzustand des Körpers herrscht meiner Kenntnis nach große Einigkeit. Verifizieren konnte ich die Werte hier insoweit nur als das die HRV nach langen Abenden und Alkoholkonsum tatsächlich deutlich verringert war und somit ein "schlechter" Recovery Wert ermittelt wurde.


Beim "Schlaf" wird dann das auf Grund der Belastung errechnete Schlafbedürfnis mit den erzielten Schlafwerten der letzten Nacht verglichen und so ein Prozentwert ermittelt.


Der Tracker erkennt die Zubettgeh- und Aufstehzeiten automatisch sehr genau und analysiert dann die einzelnen Schlafphasen über die Nacht hinweg. Da dies mein erster Schlaftracker ist fehlen mir insoweit die Vergleichswerte. Die ermittelten Daten stimmen aber bisher ganz gut mit meinem subjektiven Empfinden überein. Nachfolgend als Beispiel kurz ein Screenshot einer Schlafauswertung.



Darüber hinaus gibt es dann auch noch einen "Schlafcoach", der an Hand der vorliegenden Werte eine Empfehlung gibt wann man ins Bett gehen sollte.


Schließlich bietet die App auch noch einen "Communitiy" Bereich in dem man verschiedenen Gruppen beitreten kann um seine Daten zu vergleichen und dadurch besser einschätzen zu können. Neben der Möglichkeit auch eigene Gruppen zu erstellen werden auch noch interessante Tipps und Artikel im Zusammenhang mit dem WHOOP Band hier geteilt.


Als erstes Resümee kann ich bisher nur festhalten, dass es sich beim WHOOP Band um ein absolut durchdachtes und gut aufgebautes System handelt. Die Tatsache das die App nur in englischer Sprache verfügbar ist muss erwähnt werden, sollte jedoch bei normalen Schul-englischkenntnissen kein Problem darstellen.


Bei mir hat das WHOOP Band und die App auf jeden Fall bewirkt, dass ich mich deutlich mehr mit den Themen "Regeneration" und vor allem "Schlafdauer und -qualität" auseinandersetze, was auch schon dazu geführt hat das ich früher als vielleicht sonst üblich ins Bett gegangen bin. Insbesondere wenn am nächsten Tag eine harte oder lange Trainingseinheit absolviert werden soll, oder eventuell sogar ein Wettkampf, ist dies sicherlich nicht das schlechteste.


Ich werde weiter fleißig Daten sammeln und dann in einem Update berichten wie ich das WHOOP Band letztendlich einschätze.

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