• Laufschuhfreak

Brooks "Hyperion Elite 2"

Ich muss ehrlich zugeben, dass mich die "Carbonracer" Laufschuhmodelle schon etwas in Ihren Bann gezogen haben. Obwohl diese sicher hauptsächlich für Wettkämpfe konzipiert wurden, finde ich doch immer wieder große Freude daran, diese Topmodelle der Hersteller auch für meine Läufe einzusetzen.


In meinem letzten Beitrag (Link einfügen) über den Saucony Kinvara 12 habe ich einen Vergleich zum Golfsport gezogen und den Kinvara 12 quasi als "7er Eisen", d.h. als Allzweckwaffe für mich bezeichnet.


Die "Carbonracer" wären in dieser Analogie dann sicherlich die "Driver". Auch im Golfsport werden die Driver, also die Schläger die für die Abschläge eingesetzt werden und mit denen Profis Weiten von über 300m erreichen, von Saison zu Saison weiterentwickelt und immer wieder neue Technologien und Produkteigenschaften von den Herstellern beworben. Die Driver üben auf die Golfer eine ähnliche magische Wirkung und Anziehungskraft aus, wie die Carbonschuhe auf die Läufer.


So reiht sich also nun der neue Brooks Hyperion Elite 2 in die Phalanx des Nike AirZoom Alphafly Next%, des Adidas Adizero Adios Pro, des New Balance FuelCell TC EnergyStrek, des Hoka One One Carbon X2 und des Puma Deviate Nitro ein. Die ähnlichen Schuhe mit Nylonplatten wie der Saucony Endorphin Speed und der Nike AirZoom Tempo Next% zählen ja streng genommen nicht dazu und wären dann im Golfsport eher mit den Hybriden zu vergleichen.


Zunächst einmal zu den reinen Fakten:


Modell: Brooks Hyperion Elite 2

Preis: 250.00 EUR

Gewicht: 231 g (in Größe 44,5 EU)

Sprengung: 8 mm



In Sachen Verarbeitung und Qualität gibt es nichts zu bemängeln. Die verwendeten Materialien machen einen hochwertigen und filigranen Eindruck.


Als erstes sind mir die Schnürsenkel aufgefallen. Diese sind sehr leicht und daher eher weich und flexibel ohne richtige Festigkeit, haben aber an den Außenrändern jeweils kleine "Noppen" oder Erhebungen. Ob diese eine spezielle Funktion haben und ev. zu einem verbesserten Schnürverhalten beitragen kann ich jedoch nicht beurteilen.


Des weiteren fällt noch die sehr dünne Zunge des Schuhs auf, die beim Schnüren korrekt positioniert werden muss, was jedoch relativ problemlos gelingt.


Der Hyperion Elite 2 fällt im Vergleich zu meinen Schuhen anderer Hersteller gefühlt eher kleiner aus und könnte ev. auch eine halbe Nummer größer gewählt werden.



Beim Laufen spürt man vom ersten Meter an den Zug nach vorne. Die Leichtigkeit des Schuhs gepaart mit der gefühlt starken Rocker-Konstruktion und mit dem Carbonelement sorgen stets für ein hohes Tempo. Die Dämpfung ist sowohl im Vorfuß- als auch im Fersenbereich reichlich und komfortabel ohne ein schwammiges Gefühl zu vermitteln.


Fazit:


Auch der Brooks Hyperion Elite 2 bringt die Magie der Carbonracer mit sich. Alleine schon die filigrane Ausgestaltung und die eng anliegende Passform positionieren den Schuh im absoluten Speed-Segment. Ich setze den Elite 2 sehr gerne für meine kurzen schnellen Läufe ein und habe jedesmal wirklich Spaß damit.


Im Endergebnis kommt der Brooks Hyperion Elite 2 auf hervorragende 85 Punkte in meinem Bewertungsschema und liegt somit unter den Top 3. Am ehesten vergleichen würde ich den Elite 2 mit dem Saucony Endorphin Speed, da beide eine ungeheure Dynamik nach vorne haben.



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